Die Freeride-Tour „Breiter Grieskogel“ von Niederthai aus ist eine beeindruckende und anspruchsvolle Skitour durch eine abgelegene, landschaftlich reizvolle Umgebung im Stubaital. Die Tour führt über das malerische Grasstal, durchquert mehrere Gletscher und endet an einem der höchsten und spektakulärsten Gipfel der Region. Der Aufstieg erfordert alpine Erfahrung, aber die langen Abfahrten durch unberührte Hänge und Pulverschnee im Larstigtal machen die Anstrengung mehr als lohnenswert.
Tourenbeschreibung zur Skihochtour auf den Breiten Grieskogel
Aufstieg Breiter Grieskogel
Der Aufstieg beginnt in Niederthai und führt durch abwechslungsreiches Gelände bis zum Gipfel des Breiten Grieskogels. Die Route führt durch das Grasstal und über drei Gletscherzungen, bevor sie in die Larstigscharte mündet, die den Zugang zum Gipfel bietet.
- Startpunkt: Vom Parkplatz am Ende von Niederthai geht es die ersten Meter entlang der Loipe nach Süden, bevor man nach Osten in Richtung einer Forststraße und des Sommerwegs abbiegt. Hierdurch wird der steile Waldgürtel überwunden und man gelangt ins Grasstal.
- Durch das Grasstal zum Grasstalsee: Das Hochtal weitet sich allmählich, und am Ende des Tals erwartet einen ein kurzer Aufstieg zum Grasstalsee. Hier kann man entweder den zugefrorenen See überqueren oder steil entlang einer Felswand aufsteigen, um den See rechts liegen zu lassen.
- Überquerung der Gletscher: Der Aufstieg erfolgt über den Grasstalferner, wobei die Sicht auf die Nordseite des Breiten Grieskogels immer gegeben ist. In Serpentinen erreicht man die Larstigscharte und schließlich, in steilem Gelände nahe des Nord-Ost Grats, den Gipfel.
Freeride-Abfahrt Breiter Grieskogel über den Larstigferner
Die Abfahrt vom Gipfel des Breiten Grieskogels bietet ein unvergleichliches Freeride-Erlebnis in anspruchsvollem Gelände.
- Osthang und Grieskogelferner: Vom Gipfel geht es zunächst steil in den breiten Osthang, anschließend rechts haltend über den Grieskogelferner. Nach dem Gletscherbruch führt die Route in einem weiten Linksbogen nach Norden zur Larstigscharte. Die steile, ca. 50° abfallende Scharte kann je nach Bedingungen mit oder ohne Hilfsmittel überwunden werden und führt zum Larstigferner.
- Gletscherabfahrt durch das Larstigtal: Auf dem Larstigferner hält man sich im Allgemeinen rechts und folgt der östlichen Gletscherzunge. Das Tal wird zunehmend weiter und ermöglicht freie Linienwahl bis zur Waldgrenze.
- Abfahrt durch den Lärchenwald: In der Waldzone führt die Abfahrt durch lichten Lärchenwald. Sobald der Wald dichter wird, quert man nach Osten (rechts im Abfahrtsinn) und erreicht den Sommerweg, der in sanftem Gefälle zum Talgrund des Horlachtals und letztlich zurück zum Parkplatz führt.
Anforderungen und Sicherheit
Diese Freeride-Skihochtour ist technisch anspruchsvoll und erfordert alpine Kenntnisse im hochalpinen, vergletscherten Gelände. Die Lawinenausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) sowie Gletscherausrüstung sind notwendig. Erfahrung im Skifahren abseits der Piste und gute Kenntnisse in Lawinensicherheit sind unerlässlich. Die aktuelle Schnee- und Wetterlage muss vorab überprüft werden, um ein sicheres und unvergessliches Freeride-Erlebnis zu gewährleisten.
Technische Details Breiter Grieskogel
- Startpunkt: Niederthai im Horlachtal (Parkplatz am Ende der Ortschaft)
- Höhenmeter: ca. 1.750 m, zusätzlich 60 hm über die Larstigscharte
- Distanz: ca. 11 km (hin und zurück)
- Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll, nur für erfahrene Skitourengeher
- Ausrichtung der Hänge: Nord, Nordost
- Beste Zeit: Hochwinter bis Frühjahr bei stabilen Bedingungen
Fazit Breiter Grieskogel
Die Skihochtour auf den Breiten Grieskogel ist eine selten begangene, anspruchsvolle Route, die Freeridern und erfahrenen Skitourengehern ein beeindruckendes Naturerlebnis und unberührte Tiefschnee-Abfahrten bietet. Mit ihren Gletschern, steilen Hängen und der alpinen Kulisse des Stubaitals zählt diese Tour zu den versteckten Highlights der Region und ist ein unvergessliches Abenteuer für alle, die die Herausforderung lieben.
Die Tour lässt sich über die Winnebachsee Hütte mit dem Westlicher Seblaskogel (3.047 m), Powdern an der Winnebachseehütte verbinden.
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