Schöntalspitze (3.002 m), Freerideen vom Feinsten

Schöntalspitze (3.002 m), Freeridegelände vom Feinsten

Charakteristik:

Neben Lamsen und Zischgeles ist die Schöntalspitze das dritte Freeride-Highlight im Sellrain, das von München schnell zu erreichen ist und fantastische Hänge ohne Flachstücke bietet. Wahrscheinlich die schönste der drei Touren, da hier alles geboten ist: alpiner Gipfelanstieg, extrem weitläufiges Gelände der Ausrichtung S-O-N, Steeps, und mehrere geile Waldschneisen bis runter ins Tal.

Strecke:

– Lüsens zur Schöntalspitze und zurück ca. 1.365 hm und 13 km, gesamt ca. 5h;

Anfahrt:

München – Garmisch – Mittenwald – Sellrain – Lüsens, kostenpflichtige Parkplätze im Talschluss

Tourenbeschreibung:

Direkt am Alpengasthof Lüsens (1.640 m) startet man am Waldrand auf einer Forststrasse in SW-licher Richtung. Die Strecke ist mit Stangen gut markiert, seit ca. 2 Jahren überquert man den Schöntalbach und erreicht über eine eigens für den Skitourengeher angelegte Waldschneise das freie Gelände des Schöntals auf ca. 2.000 m. Hier kann man sich schon mal ein Bild von den fantastischen Nord-, Süd- und Osthängen machen.

Weiter geht’s direkt auf einer schmalen Seitenmöräne und über Spitzkehren, welliges Gelände, Mulden und Rücken erreicht man das weite Becken (2.750 m) zwischen Zischgeles und Schöntalspitze. Von hier gibt’s mehrere Optionen:
– Richtung Süden die Schöntalspitze (3.002 m): über ca. 40° steiles Gelände zackt man sich zum Skidepot auf ca. 2.900 m unterhalb zweier markanter Felsklötze. Anschließend im Stapf durch den Nordhang und die letzten Meter bis zum Kreuz
– Richtung Westen: direkt in Verlängerung der Aufstiegsspur kann man in eine Scharte (2.900 m) am Grat zw. Schöntalsp. und Zischgeles aufsteigen ca. 40°+
– Richtung Nord-Westen: Scharte (2.920 m) unterhalb des Zischgeles Gipfel ebenfalls 40°+

Bei der Abfahrt hat man die Qual der Wahl, die beste Steilabfahrt ist wohl Skiers-left ab Skidepot direkt an der Felswand (ca. 40°-45°). Der beste Schnee meistens in den Nordhängen direkt unter den Felswänden, die beste Waldabfahrt erreicht man, wenn man das Schöntal Skiers-right auf ca. 2.000 m verlässt. Die Schneise fürhrt in der Diritissima steil bis runter ins Tal. Ansonsten entlang der Aufstiegsschneise.

Hinweise:

Ein paar Meter westlich des Gipfels befindet sich die Zischgenscharte, die man über eine kurze Kraxelei erreicht. Aus des Scharte heraus gibt’s a tolle, südseitige Rinne gefolgt von freiem Gelände runter zum Westfalenhaus und weiter ins Längental.

Condition Report vom 22.Nov.2017:

Wir wollten einfach mal wissen ob’s hält – es hält, denn an der Lüsenser Schöntalspitze haben wir heute die ersten 45er Steeps gerockt. Skiers left ab Skidepot, gleich neben der Felswand. Geil war’s!
Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit den Conditions, leider hat’s gestern geregnet, so dass der Schnee heute unterhalb 2.200 m einen Deckel hatte. Oben war’s noch Top, feiner Pulver, allerdings mit etwas Windeinwirkung. Skidepot ca. 100 m unterhalb des Gipfels, dann im 40° Stapf den abgeblasenen Gipfel nach oben.
Die Grundlage im Sellrain ist bestens und recht stabil, der nächste Dump kann kommen!

Bilder zu Schöntalspitze (3.002 m), Freeridegelände vom Feinsten:
Nach dem steten Anstieg mit Ski geht's ab dem Skidepot nordseitig im Stapf..

Nach dem steten Anstieg mit Ski geht’s ab dem Skidepot nordseitig im Stapf..

zum Gipfel der Schöntalspitze (3.002 m)

zum Gipfel der Schöntalspitze (3.002 m)

Ausblick nach Süden ins benachbarte Längental, im Talschluss der Längentaler Ferner mit Weisserkogel, zu dem eine abgelegene Skitour führt.

Ausblick nach Süden ins benachbarte Längental, im Talschluss der Längentaler Ferner mit Weisserkogel, zu dem eine abgelegene Skitour führt.

Blick vom Gipfel in die Variantenmöglichkeiten zw. Schöntalspitze und Zischgeles.

Blick vom Gipfel in die Variantenmöglichkeiten zw. Schöntalspitze und Zischgeles.

Gleich am Skidepot geht's ans Eingemachte: Steeps 45° Skiers-left vom Skidepot

Gleich am Skidepot geht’s ans Eingemachte: Steeps 45° Skiers-left vom Skidepot.

ins weitläufige Schöntal.

Rasant geht’s obi ins weitläufige Schöntal…

und über rasante Nordhänge direkt untrehalb der schroffen Felswände...

denn direkt unter den schroffen Felswänden liegt der beste Powder.

lässt man's obilauffen...

So macht’s Spass, so kann’s weitergehen…

und es geht weiter...

und es geht weiter…

Das Schöntal vom Zischgeles aus gesehen, Skiers-left, die Südhänge, Skiers-right die Nordhänge, dazwischen schön kupiertes Gelände. Die beste Walschneise erreicht man, indem man das Hochtal auf ca. 2.000 m Skiers-right verlässt.

Das Schöntal vom Zischgeles aus gesehen, Skiers-left, die Südhänge, Skiers-right die Nordhänge, dazwischen schön kupiertes Gelände. Die beste Walschneise erreicht man, indem man das Hochtal auf ca. 2.000 m Skiers-right verlässt.

GPX-Track zu Schöntalspitze (3.002 m), Freeridegelände vom Feinsten:
Gesamtstrecke: 6.12 km
Maximale Höhe: 2950 m
Minimale Höhe: 1633 m
Download file: SkiSchöntalspitzeFreeride.gpx
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