Taschachhaus & Nördliche Sexegertenspitze, Powder

Pitztaler Taschachhaus (2.434 m), Mega Touren im Sexegertental

Charakteristik:

Gut besucht ist es, das Pitztaler Taschachhaus, zumal da der luxuriös ausgestattete Winterraum mit parzellierten Kingsize Doppelstockbetten, geräumigem, Feuerholz beheiztem Aufenthaltsraum und Hopfen-, Gerste-, Malzhaltigen Getränken aufwartet. Beschaulich einsam wird’s dann allerdings gleich hinterm Taschachhaus. Links und rechts des Sexegertenbaches erstreckt sich ein unglaublich weitläufiges, ausgesprochen imposantes und anspruchsvolles Freeridegelände.

Anreise:

München – Garmisch – Fernpass – Pitztal – Parkplätze der Pitztaler Bergbahnen, Taschachhaus

Zustiegsmöglichkeiten:

– ab Parkplatz i.A. problemlos entlang des Taschachbaches per Ski, ab der Materialseilbahn durch die Seitenmoräne des Taschachferners und entlang des Sexegertenbaches
– mit Lift: übers Mittelbergjoch und Abfahrt über den Taschachferner, Querung unterhalb der Urkund
– extrem: aus dem Skigebiet über die westseitigen Abbrüche des Vorderen Brunnenkogels und Aufstieg entlang des Sexegertenbaches

Freeridegelände Bliggscharte und Ölgrubenkopf:

Extremes und stark zerklüftetes Freeridegelände findet man vor allem auf den Gletscher und Steilrinnen der Sexegertenspitzen. Die nördliche Sexegertenspitze lohnt wegen des steilen Gipfelhanges (40°) und mehreren felsgesäumten Rinnen am nördlichen Rand des Gletschers runter zum Sexegertenbach.

In den Seitentälern von Eiskasten und Bliggspitze hingegen dominieren genial geschwungene und sanft kupierte Hänge, die im Hochwinter aufgrund der Höhenlage auch südseitig mit gutem Powder aufwarten. Die Bliggscharte geht eigentlich immer, da sie sanft geneigtes, kupiertes Gelände bietet (ca. 30°).

Die rasanten Steilhängen des Ölgrubenkopfes (ca. 35°- 40°) hingegen erfordern trotz südseitiger Ausrichtung da schon recht sichere Bedingungen.

Wer alpine Bergeinsamkeit genießen, sich gerne mal austoben und Freeridehänge der Extraklasse schredden möchte ist im hintersten Winkel des Pitztals gut aufgehoben, die Möglichkeiten im Sexegertental sind grandios!

Condition Report vom 31.03.17:

Nordseitig staubt’s immer noch, südseitig zischt’s bereits auf unverspurtem Firn vom Feinsten. Ganze zwei Spuren hab ich in den rasanten 700 hm Steilhängen des Ölgrubenkopfes bemerkt, immerhin 5 waren’s auf der Bliggspitze. Morgens südseitig waren Harscheisen ausreichend, wenn auch grenzwertig in den gefrorenen 40°+ Passagen. Aufgfirnt hat’s erst gegen Mittag. Für die Gipfel sind Steigeiesen und Pickel ratsam, so wie LSF 50, sonst gibt’s am Montag in der Arbeit Erkärungsbedarf.

Pitztaler Taschachhaus, im Hintergrund Nördliche Sexegertenspitze:
Pitztaler Taschachhaus & Nördliche Sexegertenspitze, Powder

Pitztaler Taschachhaus & Nördliche Sexegertenspitze, Powder

N-Face der Hochvernagtspitze (3.535 m) mit Sexegertenspitzen und Steilrinnen:
Blick aus der Bliggscharte zu Hochvernagtspitze, Südliche und Nördliche Sexegertenspitze, Nordeitig Powder, kein Blankeis, südseitig ausgezeichneter Firn

Blick aus der Bliggscharte zu Hochvernagtspitze, Südliche und Nördliche Sexegertenspitze, Nordeitig Powder, kein Blankeis, südseitig ausgezeichneter Firn

Kupiertes Gelände und feinster Firn untrehalb der Bliggscharte:
Schöner weicher Firn in der Bliggscharte

Schöner weicher Firn in der Bliggscharte

GPX-Track zur Bliggspitze (3.454 m):
volle Distanz: 18.96 km
Maximale Höhe: 3402 m
Minimale Höhe: 1725 m
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Blick aus den Steilhängen des Ölgrubenkopf (3.392m) Richtung Hintere Ölgrubenspitze:
Beim Aufstieg zum Ölgrubenkopf noch gefrorener Harsch in den Steilhängen, ca. bei 3.100m, firnte aber wenig nach Mittag auf :)

Beim Aufstieg zum Ölgrubenkopf noch gefrorener Harsch in den Steilhängen, ca. bei 3.100m, firnte aber wenig nach Mittag auf :)

GPX-Track zum Ölgrubenkopf (3.392m):
volle Distanz: 18.72 km
Maximale Höhe: 3364 m
Minimale Höhe: 1720 m
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Posted in Freeride.SKI, Pitztal.

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