Die Patrouille des Glaciers (PDG) ist eines der härtesten und prestigeträchtigsten Skitourenrennen der Welt. Die Route führt über hochalpines Gelände im Schweizer Kanton Wallis, von Zermatt nach Verbier oder alternativ von Arolla nach Verbier. Das Rennen wird von der Schweizer Armee organisiert und hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1943 zurückreicht. Die Patrouille des Glaciers ist nicht nur ein Wettkampf, sondern auch eine extreme Herausforderung, die sowohl Ausdauer, technisches Können als auch Teamgeist erfordert. Teams aus drei Skitourengehern bewältigen die anspruchsvolle Strecke durch einige der spektakulärsten Gletscherlandschaften der Alpen.
Über mehrere Tage verteilt, kann man die Tour aber auch als „Normalo“ nachgehen. Hier ist eine Übersicht über die klassische Patrouille des Glaciers von Zermatt nach Verbier:
Patrouille des Glaciers: Zermatt – Verbier
Allgemeine Informationen
- Distanz: Ca. 53 km
- Höhenmeter: Ca. 4.000 Höhenmeter im Aufstieg
- Startpunkt: Zermatt (1.616 m)
- Endpunkt: Verbier (1.495 m)
- Höchster Punkt: Tête Blanche (3.710 m)
- Dauer: Die besten Teams benötigen ca. 7-8 Stunden, während viele Teams 12-14 Stunden unterwegs sind
- Schwierigkeitsgrad: Extrem; erfordert hervorragende Kondition und hochalpine Erfahrung
- Anforderung: Erfahrung im hochalpinen Gelände, Gletscherüberschreitungen, technisches Skifahren im Aufstieg und Abstieg
- Hütten: Schönbielhütte (2.694 m), Halbzeit: Cabane de Bertol (3.311 m)
Verlauf und Höhenprofil der PDG

Etappen der Patruille des Glaciers
Start – Zermatt (0 km, 1.616 m)
- Beschreibung: Die Patrouille des Glaciers startet in Zermatt, dem berühmten Bergdorf am Fuße des Matterhorns. Von hier geht es in der Dunkelheit los, um die lange und extrem anspruchsvolle Strecke durch das hochalpine Gelände in Angriff zu nehmen.
- Schwierigkeit: Der Start ist hektisch, und die ersten Kilometer bieten die Gelegenheit, sich in den Rhythmus einzufinden, bevor die ersten großen Herausforderungen kommen.
8 km: Schönbielhütte (2.694 m)
- Beschreibung: Nach einem steilen Anstieg erreicht man die Schönbielhütte, die auf einem Plateau unterhalb des Matterhorns liegt. Diese Etappe ist geprägt von den ersten großen Höhenmetern und den grandiosen Ausblicken auf die Gletscher.
- Höhenmeter im Aufstieg: 1.078 m
- Schwierigkeit: Mittel, der Anstieg ist lang, aber technisch nicht zu anspruchsvoll.
16 km: Tête Blanche (3.650 m)
- Beschreibung: Der Aufstieg zur Tête Blanche ist eine der größten Herausforderungen des Rennens. Auf dem Gletscher führt die Route über den Stockjigletscher bis auf 3.650 Meter Höhe. Dies ist der höchste Punkt der Patrouille des Glaciers und einer der kältesten Abschnitte.
- Höhenmeter im Aufstieg: 956 m
- Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll, hochalpine Gletscherpassagen erfordern technisches Können und Spaltengefahr ist stets gegeben.
20 km: Col Bertol (3.268 m)
- Beschreibung: Vom Tête Blanche geht es hinunter zum Col Bertol. Dieser Abschnitt ist technisch schwierig, da die Route über steile Gletscherhänge führt. Sicheres Skifahren ist hier unerlässlich.
- Höhenmeter im Abstieg: 382 m
- Schwierigkeit: Technisch anspruchsvoll, besonders bei schlechter Sicht oder widrigen Bedingungen.
23 km: Plans de Bertol (2.664 m)
- Beschreibung: Nach dem Col Bertol folgt eine lange Abfahrt zu den Plans de Bertol. Dies ist eine wichtige Erholungsphase nach dem technisch schwierigen und kräftezehrenden Aufstieg und Abstieg.
- Höhenmeter im Abstieg: 604 m
- Schwierigkeit: Die Abfahrt ist lang, aber technisch weniger anspruchsvoll als der vorherige Abschnitt.
28 km: Arolla (1.986 m)
- Beschreibung: Arolla ist ein wichtiger Zwischenstopp auf der Strecke. Hier können die Teilnehmer rasten und ihre Ausrüstung überprüfen. Dieser Abschnitt markiert ungefähr die Hälfte der Distanz des Rennens, doch die schwierigsten Passagen stehen noch bevor.
- Höhenmeter im Abstieg: 678 m
- Schwierigkeit: Mittelschwer, da die Abfahrt steil und lang ist.
33 km: Col de Riedmatten (2.919 m)
- Beschreibung: Der nächste große Anstieg führt über den Col de Riedmatten. Diese Passage erfordert ein hohes Maß an Kondition, da die steilen Hänge zu Fuß oder mit den Ski auf dem Rücken bewältigt werden müssen.
- Höhenmeter im Aufstieg: 933 m
- Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll, besonders die steilen Hänge und die Kletterpassagen machen diesen Abschnitt schwierig.
35 km: Pas du Chat (2.581 m)
- Beschreibung: Nach dem Col de Riedmatten folgt eine Abfahrt zum Pas du Chat, einem markanten Felspass. Die Abfahrt ist technisch anspruchsvoll, da das Gelände teilweise sehr steil ist und die Bedingungen variieren können.
- Höhenmeter im Abstieg: 338 m
- Schwierigkeit: Technisch fordernd, besonders bei schwierigen Schneebedingungen.
38 km: La Barma (2.458 m)
- Beschreibung: In La Barma kann man kurz verschnaufen, bevor die nächste lange und anspruchsvolle Etappe in Angriff genommen wird. Hier sind einige der steilsten Abschnitte des Rennens bereits hinter einem, aber die körperliche Belastung nimmt weiter zu.
- Höhenmeter im Abstieg: 123 m
- Schwierigkeit: Erschöpfung spielt eine große Rolle, doch der Abschnitt ist technisch eher mittelschwer.
43 km: Rosablanche (3.160 m)
- Beschreibung: Der letzte große Anstieg führt zur Rosablanche, einem weiteren herausragenden Punkt der Patrouille des Glaciers. Hier müssen die Teilnehmer noch einmal ihre letzten Kraftreserven mobilisieren, um den 700 Meter langen Aufstieg zu bewältigen.
- Höhenmeter im Aufstieg: 702 m
- Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll, insbesondere nach den bereits zurückgelegten Kilometern.
47 km: Col de la Chaux (2.940 m)
- Beschreibung: Vom Gipfel der Rosablanche geht es weiter über den Col de la Chaux. Dies ist die letzte Hochgebirgsquerung, bevor die Abfahrt nach Verbier beginnt.
- Höhenmeter im Abstieg: 220 m
- Schwierigkeit: Mittelschwer, die Erschöpfung kann eine Herausforderung darstellen.
49 km: Les Ruinettes (2.192 m)
- Beschreibung: Nach dem Col de la Chaux erreicht man Les Ruinettes, den oberen Punkt des Skigebiets von Verbier. Von hier aus beginnt die finale Abfahrt ins Tal.
- Höhenmeter im Abstieg: 748 m
- Schwierigkeit: Technisch einfach, aber nach den vorangegangenen Anstrengungen eine Herausforderung.
Ziel: Verbier (53 km, 1.520 m)
- Beschreibung: Nach einer langen Abfahrt erreicht man das Ziel in Verbier. Die Abfahrt ins Tal ist der krönende Abschluss des Rennens und wird von einem triumphalen Zieleinlauf in Verbier gefolgt. Die Teilnehmer haben nun 53 Kilometer und fast 4.000 Höhenmeter im hochalpinen Gelände hinter sich.
- Höhenmeter im Abstieg: 672 m
- Schwierigkeit: Die Erleichterung über das nahende Ziel überwiegt hier die letzten physischen Anstrengungen.
Anforderungen und Ausrüstung
- Kondition: Die Patrouille des Glaciers ist extrem fordernd und verlangt von den Teilnehmern eine sehr gute Ausdauer und Kondition. Die langen Aufstiege, oft bei schwierigen Wetterbedingungen, und die technisch anspruchsvollen Abfahrten machen die Route zu einer großen Herausforderung.
- Technik: Die Route erfordert fortgeschrittenes Skitouren- und Kletterkönnen. Gletscherskifahren, Spaltenbergung, der sichere Umgang mit Steigeisen und Seil sowie das Navigieren in hochalpinem Gelände sind unbedingt notwendig.
- Ausrüstung: Teams müssen die vollständige hochalpine Skitourenausrüstung mitbringen, einschließlich Tourenski, Felle, Steigeisen, Gurt, Seile, LVS-Gerät, Sonde und Schaufel. Die Ausrüstung wird vor dem Rennen streng kontrolliert, und es gibt keine Möglichkeit, an den Checkpoints aufzugeben, ohne die Ausrüstung zu haben.
Fazit:
Die Patrouille des Glaciers von Zermatt nach Verbier ist eine der härtesten und prestigeträchtigsten Skitouren der Welt. Die Route führt durch die spektakulärsten Landschaften der Westalpen, über riesige Gletscher, hochalpine Pässe und weite Schneefelder. Für Skitourengeher mit großer alpiner Erfahrung und ausgezeichneter Kondition bietet die Patrouille des Glaciers die ultimative Herausforderung, sowohl mental als auch körperlich. Mehr Wallis.
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