Das Breithorn im Wallis ist einer der leichtesten Viertausender der Alpen und ein beliebtes Ziel für Skitourengeher. Dank der einfachen Zugänglichkeit über die Klein Matterhorn-Seilbahn und der relativ leichten Routenführung ist das Breithorn auch für Skitouren-Einsteiger im hochalpinen Bereich geeignet. Die Tour bietet eine beeindruckende Aussicht auf das Matterhorn, die Monte Rosa-Gruppe und viele weitere Gipfel der Walliser Alpen.
Route und Ablauf Breithorn

Aufstieg
- Startpunkt: Klein Matterhorn (3.820 m)
- Höhenmeter: ca. 350 m
- Distanz: ca. 3 km
- Zeit: ca. 2–3 Stunden Aufstieg
Die Tour startet an der Bergstation der Klein Matterhorn-Seilbahn (3.820 m), die von Zermatt aus zu erreichen ist. Schon von der Station bietet sich ein großartiger Blick auf die umliegenden Viertausender. Die Tour beginnt flach und führt zunächst über den Breithornplateau, ein weites Gletscherfeld, das eine gleichmäßige Steigung aufweist.
Nach einem relativ flachen Start steigt das Gelände allmählich an, wobei die Route gut sichtbar ist. Der Aufstieg führt über den mäßig steilen Westhang des Breithorns. In der Regel ist eine gut gespurte Route vorhanden, da das Breithorn oft begangen wird. Da der Aufstieg über einen Gletscher führt, ist es wichtig, die nötige Gletscherausrüstung (Seil, Gletschergurt, Steigeisen) mitzunehmen und auf mögliche Spalten zu achten.
Der letzte Abschnitt ist etwas steiler und erfordert, je nach Bedingungen, eventuell den Einsatz von Steigeisen. Trittsicherheit und eine gute Skitechnik sind hier wichtig, aber technisch bleibt der Aufstieg überschaubar.
Gipfelerlebnis
Der Gipfel des Breithorns (4.164 m) ist relativ flach und bietet eine grandiose Rundumsicht. Vom Gipfel aus hast du einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn, die Dufourspitze (höchster Punkt der Monte Rosa), den Dent Blanche und das Monte-Rosa-Massiv. Im Januar kann es hier oft sehr kalt und windig sein, daher sind warme Kleidung und Windschutz unerlässlich.
Abfahrt
- Abfahrtsstrecke: Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute, wobei weite, sanfte Gletscherhänge für genussvolle Tiefschneeabfahrten sorgen. Besonders bei Neuschnee ist die Abfahrt ein echtes Highlight, da das Gelände ideal für weite Schwünge ist. Aufgrund der moderaten Steilheit ist die Abfahrt auch für weniger erfahrene Skitourengeher gut zu bewältigen.
- Gefahrenhinweise: Achte auf mögliche Gletscherspalten, besonders im flacheren Bereich des Breithornplateaus. Es empfiehlt sich, immer in der Seilschaft unterwegs zu sein.
Alternative Abfahrtsrouten
- Schwarztor: Nach dem Gipfelerlebnis am Breithorn kann man statt der klassischen Abfahrt zum Klein Matterhorn über das Schwarztor abfahren. Die Route verläuft entlang des Breithornplateaus und führt ins Schwarztor, einer tiefen Gletscherscharte zwischen Breithorn und Klein Matterhorn. Von hier aus beginnt die anspruchsvolle Gletscherabfahrt über weite Hänge, die im Tiefschnee besonders lohnend ist. Je nach Schneebedingungen kann die Abfahrt über den Gletscher steilere Passagen enthalten, die sowohl technisch als auch konditionell fordernd sind.
Schwierigkeit und Anforderungen
- Schwierigkeit: Leicht bis mittelschwer, technisch nicht sehr anspruchsvoll.
- Erforderliche Ausrüstung: Gletscherausrüstung (Seil, Steigeisen, Gletschergurt), Skitourenausrüstung (Tourenski, Felle, LVS-Gerät, Sonde, Schaufel), Steigeisen (je nach Bedingungen).
- Kondition: Gute Grundkondition für den Aufstieg von ca. 350 Höhenmetern in der Höhe erforderlich. Höhenanpassung wird empfohlen, um Höhenkrankheit zu vermeiden.
Beste Zeit für die Tour
- Beste Jahreszeit: Die beste Zeit für eine Skitour auf das Breithorn ist von Dezember bis April, wobei die Bedingungen im Januar oft sehr gut sind, da die Schneeverhältnisse stabil sind. Allerdings können die Temperaturen im Januar sehr kalt sein, weshalb warme Kleidung und Schutz vor Wind wichtig sind.
Fazit zum Breithorn
Das Breithorn ist eine ideale Tour für Skitourengeher, die ihren ersten 4000er erklimmen wollen. Die Tour bietet eine perfekte Kombination aus hochalpinem Erlebnis, atemberaubender Aussicht und einer relativ einfachen Route, die auch für weniger erfahrene Tourengeher geeignet ist. Besonders die moderate Steigung und die beeindruckende Gipfelaussicht machen das Breithorn zu einem beliebten Ziel im Winter.
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