Die Lage bleibt klar selektiv.
Alpensüdseite:
Durch den letzten Niederschlagsimpuls sind 20–30 cm Neuschnee gefallen, in den Südostalpen lokal auch etwas mehr. Die Schneefallgrenze war jedoch wechselhaft, die Basis vielerorts dünn. Der Neuschnee liegt häufig auf Altschnee oder aperem Untergrund – Bindung und Unterlage sind entsprechend uneinheitlich.
Nordseite:
Deutlicher Föhneinfluss mit Wind, Temperaturanstieg und Schneeverfrachtungen. Bestehende Schwachschichten wurden nicht entschärft, sondern teils zusätzlich belastet. In exponierten Lagen kam es zu Abblasungen, in Lee-Zonen zu frischen Triebschneeansammlungen.
Schneedecke & Risiko
- Südseitig: unterhalb von ca. 2.200–2.400 m vielfach aper oder nur noch Restschnee
- Nordseitig: Altschneeproblem weiterhin präsent, besonders in steilem Gelände
- Kritisch: Übergangszonen zwischen ausgeapertem Boden und eingeschneiten Bereichen
Einordnung
- ✔︎ Sinnvoll: hochgelegene, schattige Nordsektoren, sehr defensiv gewählt
- ✔︎ Kurzzeitig interessant: Südalpen direkt nach dem Schneefall, mit klarer Geländewahl
- ✖︎ Kritisch: steile Nordhänge, Rinnen, windbeeinflusste Bereiche
- ✖︎ Kein Go-Signal: Neuschnee allein – auch 20–30 cm – ändert die Grundproblematik nicht
→ Skitouren & Freeride Spotguides
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Fazit Conditions
Die aktuellen Conditions erlauben keinen Übergang in einen stabilen Wintermodus.
Die Situation verlangt präzise Geländewahl, Zurückhaltung und Timing.
Entscheidungen entstehen vor der Linie – nicht im Hang.
