Graubünden, Diavolezza, Piz Palü, Bellavista, Piz Bernina

Graubünden: Aktuell zu wenig Schnee für Powdertouren

Aktuell liegt in weiten Teilen von Graubünden zu wenig Schnee, um von klassischen Powdertouren sprechen zu können. Die Schneedecke ist vielerorts dünn, ungleichmäßig aufgebaut und abseits einzelner Hochlagen fehlt schlicht die nötige Unterlage für nachhaltige Abfahrten.

Trotzdem gibt es vereinzelte Ausnahmen: Mit viel Glück lassen sich lokal noch fahrbare Bedingungen finden – etwa in nordseitigen Couloirs oder stark schattigen Hochlagen über 2.800 m. Ein Beispiel dafür war heute ein nordseitiges Couloir an der Diavolezza, das überraschend gut fahrbar war. Solche Treffer sind aktuell jedoch klar die Ausnahme und keine verlässliche Grundlage für die Tourenplanung.

Was hingegen immer liefert, ist die Kulisse: Die Aussicht rund um die Diavolezza Hütte mit Blick auf Piz Palü, Bernina und die umliegenden Gletscher bleibt spektakulär – auch wenn der Powder noch auf sich warten lässt.

Fazit: Wer aktuell in Graubünden unterwegs ist, sollte die Erwartungen an Powdertouren deutlich zurückschrauben. Konditionstouren, Techniktraining und das Genießen der hochalpinen Landschaft stehen derzeit im Vordergrund. Für echte Powderbedingungen bräuchte es am Berg mindestens 50–70 cm Neuschnee zusätzlich – in den Tälern liegt aktuell ohnehin kaum Schnee.

Veröffentlicht in Conditions, Freeride Magazin.